Eine Geschichte um die Liebe

Wörterwald

Damaskus

Durch lovelybooks hatte ich die Möglichkeit kostenlos an einer Leserunde zu dem Buch: „Sophia oder Der Anfang aller Geschichten“ von Rafik Schami mitzumachen. Hier meine Erfahrungen:

 

In dem Buch geht es nicht um eine Person, sondern um viele. Da ist Karim, ein Muslim, der sich ein Junge unsterblich in Sophia, eine Christin, verliebt. Sophia rettet ihm zwar das Leben, aber sie heiratet ihn nicht. Beide verlieren sich aus den Augen. Salaman möchte nur seine Heimatstadt Damaskus und seine Eltern wiedersehen, denn er lebt im Exil, weil er früher Untergrundkämpfer war. In Damaskus wird er jedoch verfolgt und bekommt ausgerechnet von Karim, der eine neue Liebe – Aida – gefunden hat, Hilfe. Denn Salmans Mutter ist Sophia, die auf die Einlösung von Karims Versprechen besteht …

Geschickt verwebt der Autor die Geschichten der einzelnen Personen, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sowie Religion und Liebe miteinander in seinem Buch. Er übt leise und direkt Kritik am syrischen System und stellt es ohne Schönheitskorrekturen dar.

Auch die Menschen bleiben ungeschönt. Das hat mich manchmal erschrocken, denn für meinen Geschmack hat Salaman zu viele Affären, aber so sind die Menschen … Besonders berührt hat mich die Liebesgeschichte von Karim und Aida, die sich in ihrem Lebensabend gefunden haben und nun, ohne Rücksicht auf den Spott, einander lieben.

Schami ist ein fantastischer Erzähler. Er entführt den Leser in das heiße und quirlige Damaskus. Dabei hat man das Gefühl, dass man auf einem Teppich sitz und vor einem der Erzähler, der uns in die Augen sieht.

Trotz ein paar kleiner Schwächen finde ich das Buch super und freue mich noch mehr von diesem tollen Autor zu lesen!

Bild: folia